Um auch die, für unsere Verhältnisse beinahe grenzenlos erscheinenden Weiten von Canada etwas kennenzulernen, haben wir am Thanksgiving-Wochenende einen Roadtrip nach Tadoussac unternommen. Tadoussac ist ein idyllisches, kleines Städtchen direkt am St.Lorenz Strom. Neben dem “natürlichen” Charme, der eindrücklichen Lage und der ruhigen, kanadischen Seele lockt Tadoussac vorallem mit einer der weltbesten Möglichkeiten Wale zu beobachten. Hier leben verschiedene Arten von den grossen Meeressäugetieren, zum Teil auch das ganze Jahr hindurch.
Von diesem aussergewöhnlichen Ort haben wir am Mittagstisch per Zufall bei einem kleinen Schwatz erfahren. Bei der Autovermietung auf dem Campus haben wir uns also schliesslich einen Wagen gemietet und starteten unseren Roadtrip in Québec-City.
Bei erlaubten 90km/h auf dem Highway hinaus aus der Stadt und ca. 250km auf der Route 138 Richtung Tadoussac. Dabei liessen wir unsere Gedanken inmitten traumhafter Natur herbstlich fallen. Beeinflusst von eindrücklichen Gegenden, wunderschön spiegelnden Seen und in der Sonne golden glänzenden Wäldern folgten wir also dem auch herbstlich gelb schimmernden, doppelten Mittelstreifen der Route 138. Auf der scheinbar, wie sanft auf das kanadische Land gelegten, teilweise 4 spurigen, langgezogenen Strasse (dank sei dem Tempomat
) fuhren wir mit unserem Mazda bis zur Autofähre vor Tadoussac. Schliesslich setzten wir bei Sonnenuntergang mit der Fähre über und waren direkt am Ziel. Nach einer kurzen Suchaktion haben wir die internationale Jugendherberge dann gefunden und unser Zimmer bezogen. Nach einem Spaziergang zum Strand liessen wir den Abend in der Unterkunft bei einem NHL-Match (Buffalo Sabres vs. Montréal Canadiens) mit 2Dollar Wett-Einsatz ausklingen
.
Am nächsten Morgen fuhren wir mit einem kleinen Speedboat auf den St.Lorenz Strom hinaus. Walbeobachtungen standen auf unserem Programm. Kurze Zeit später konnten wir bereits die ersten Finn-, Beluga-, und Buckelwale beobachten. Die eindrücklichen Meeressäugetiere mit bis zu 24 Metern Länge und einem Gewicht von 40 – 70 Tonnen haben uns sehr beeindruckt. Immer wieder konnten wir sie aus nächster Nähe sehen und vebrachten ca. 2 Stunden auf dem Wasser. Einfach einmalig!
Zurück an Land und mit vielen neuen Eindrücken verliessen wir dann Tadoussac wieder und fuhren noch etwas weiter Richtung Norden. Nach einer kurzen Rast in einer schönen, kleinen Bucht sind wir dann wieder Richtung Québec City aufgebrochen.
Noch einmal sanken wir für ca. 250km ins kanadische Roadtrip-Feeling und erreichten bei einem rötlich-schimmernden Sonnenuntergang wieder die Stadt und den Campus der Université Laval.







